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Freitag, 17. Februar 2012

Die Entdeckung des Glücks, Ringelpullover & Flammkuchen



Phyllis Rose liest Proust

"The Year of Reading Proust" - Das Jahr, in dem ich Proust las - heißt das Buch im amerikanischen Original.




Phyllis Rose sagt von sich, sie sei eine Vertreterin des Konkreten, nicht der Verallgemeinerung. Deshalb kann Proust sie nur bereichern und beglücken - sonst nichts.




Erster Satz
 
Vor einiger Zeit, kurz bevor ich einen Vortrag hielt, den meine konservativen Hörer gewagt, ja brisant finden sollten, während er mir selbst brav und wenig überzeugend vorkam, schaute ich in den Spiegel, um mein Aussehen zu überprüfen. 



Letzter Satz

Mit der Zeit fand Mutter sich damit ab; das Potential des Buches schien ihr, wenn man schon kein Geld damit verdienen könne, immerhin darin zu liegen, dass es die geistige und kulturelle Überlegenheit unserer Familie über einige Leute aus ihrem Bekanntenkreis betonen würde; über eine ihrer Freundinnen vertraute sie mir an: "Sie ist keine von uns, Liebes, sie kennt Marcel Proust nicht."




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  Ringelpullover
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  Wir reichen heute: Flammkuchen
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Guten Appetit! & bis bald im Belletri-stick Salon ...





Freitag, 10. Februar 2012

Alle haben ihr „Fräulein“, Matrosenpullover & Mojito

Helmut Newton, 1960
Fräulein, pardon...

 



Fräulein (Abk.: Frl.) war bis in die 1970er Jahre hinein die förmliche Anrede für unverheiratete Frauen gleich welchen Alters. Heute ist es üblich, erwachsene weibliche Personen mit „Frau“ anzusprechen.

Fräuleins finden sich in vielen anderen Ländern: Miss (engl.) berühmt ist z.B. Miss Marple, Juffrouw (nied.), Mademoiselle (franz.) Mademoiselle Coco, Señorita (span.), Signorina (ital.), Fröken (schwed.), δεσποινίς (despoinis) (griech.).


 






Nachdem in der BlogerInnen-Welt vermehrt Fräuleins auftauchten, haben wir jetzt endlich auch offiziell wieder eins: aus Papier


http://www.fraeulein-magazin.de/
Die Presse zu Fräulein
Der Tagesspiegel

Lesmads
Die Presse
 
Im Neuhochdeutsch der Zeit vor dem 19. Jahrhundert war die Anrede „Fräulein“ auf Standespersonen beschränkt. „Frau“ bzw. Mittelhochdeutsch (mhd.) „frouwe“ war keine Geschlechtsbezeichnung (dafür hatte man „Weib“ bzw. mhd. „wip“), sondern die Bezeichnung einer Adeligen; so wie auch „Herr“ keine Anrede für jedermann, sondern für den Lehnsherren war. Entsprechend bezeichneten das „Fräulein“ die Fürstentochter und der „Junker“ – der 'junge Herr' – den Fürstensohn, während die „Jungfer“ bzw. der „Jungmann“ junge Frauen und Männer unabhängig von ihrem sozialen Stand bezeichneten.
Diese ursprüngliche Bedeutung von „Fräulein“ taucht noch z. B. in Goethes Faust auf, wenn Faust Gretchen mit den Worten anspricht:

Mein schönes Fräulein, darf ich wagen,
Meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?
Da Gretchen eine Person niederen Stands ist, ist das als eine bewusst galante Anrede zu verstehen, mit der Faust Gretchen nach allen Regeln der (höfischen) Kunst 'bezirzen' will. Sie entgegnet so sachlich korrekt wie ungalant:
Bin weder Fräulein, weder schön,
Kann ungeleitet nach Hause gehn. (vv.2605ff.)



Heinrich Heine
dichtete auch gerne an Fräuleins:

Das Fräulein stand am Meere
Und seufzte lang und bang,
Es rührte sie so sehre
Der Sonnenuntergang.
"Mein Fräulein! Sein Sie munter,
Das ist ein altes Stück;
Hier vorne geht sie unter
Und kehrt von hinten zurück."

Heutzutage hört man eher, wie Fräuleins (kleine Mädchen) in abfälligem Ton zurechtgwiesen werden, wie z.B. mit "Frolleinchen". Das männliche Gegenstück dazu ist das "Freundchen".


Da höre ich doch lieber d
ies:












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  Matrosenpullover
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  Wir reichen heute: Mojito
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via



Salute! und bis bald im Belletri-stick Salon ...



Ach ja, ab & zu gehe ich mit diesem alten Fräulein spazieren,
es duftet so charmant *~*