Dienstag, 31. Januar 2012

Bacardi feeling - feiern bei klirrender Kälte

via
"It all started with a party", ist das Motto, mit dem der Spirituosenhersteller die Gründung seiner ersten Destillerie feiert. Don Facundo Bacardí hatte sie vor 150 Jahren 1862 auf Kuba eröffnet. In den Roaring Twenties erlebte das Unternehmen dann seinen ersten großen Aufschwung, als durstige Amerikaner vor der Prohibition nach Kuba flüchteten und die Bohèheme-Szene auf der Suche nach Kreativität regelmäßig Rum-Partys auf der Insel feierte. "Fly with us to Havana, and you can bathe in Bacardi rum four hours from now", warb Pan Am damals...

... Die Neunzigerjahre-Bar mit Palmenblättern und einem Surfbrett soll an die Zeit erinnern, in der Bacardi sich mit Kinowerbung, Lambada-Tanz und dem Song "Bacardi Feeling" in Deutschland als Wohlfühl-Rum etablierte. An der Future-Bar gibt es Trockeneis und Zuckerwatte – die Zukunft wird offenbar neblig-süß." 
via & mehr der Freitag


It’s always nice to have a hat that goes with your drink :-) via kolamilch




Montag, 30. Januar 2012

Einmal sollte man...

Einmal sollte man...

Einmal sollte man seine Siebensachen
Fortrollen aus diesen glatten Geleisen.
Man müßte sich aus dem Staube machen
Und früh am Morgen unbekannt verreisen.

Man sollte nicht mehr pünktlich wie bisher
Um acht Uhr zehn den Omnibus besteigen.
Man müßte sich zu Baum und Gräsern neigen,
Als ob das immer so gewesen wär.

Man sollte sich nie mehr mit Konferenzen,
Prozenten oder Aktenstaub befassen.
Man müßte Konfession und Stand verlassen
Und eines schönen Tags das Leben schwänzen.

Es gibt beinahe überall Natur,
- Man darf sich nur nicht sehr um sie bemühen -
Und soviel Wiesen, die trotz Sonntagstour
Auch werktags unbekümmert weiterblühen.

Man trabt so traurig mit in diesem Trott.
Die anderen aber finden, daß man müßte...
Es ist fast so, als stünd man beim lieben Gott
Allein auf der schwarzen Liste.

Man zog einst ein Lebenslos "zweiter Wahl".
Die Weckeruhr rasselt. Der Plan wird verschoben.
Behutsam verpackt man sein kleines Ideal.
- Einmal aber sollte man... (Siehe oben!)

Mascha Kaléko

Freitag, 27. Januar 2012

Heute im Salon: "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber" & mehr


Klick ins Buch  
"Endlich! Endlich eine umfassende, mit Leidenschaft und Kenntnis geschriebene Biografie der wunderbaren New Yorker Schriftstellerin Dorothy Parker, die zu klug für Illusionen und damit für die Liebe verloren war und deren Leben und Schreiben uns zum Weinen und Lachen bringt. Man kann Michaela Karl nicht genug loben für diese überfällige Hommage." (Elke Heidenreich)

"Michaela Karl bringt es fertig, Parkers Leben bis zum bitteren Ende mit dem staubtrockenen Humor eines kongenialen Impresarios zu erzählen." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
"… spritzig und unterhaltsam … lesenswert und gründlich recherchiert …" (Süddeutsche Zeitung)







 

 

In der autorenbuchhandlung berlin  war gestern eine ausverkaufte Lesung. Hier der Ankündigungstext:

26. Januar 2012
AUSVERKAUFT 20 Uhr Gudrun Landgrebe liest aus ihren Lieblingstexten von Dorothy Parker (Kein & Aber).

Michaela Karl, die Autorin der sensationellen Parker-Biografie "Noch ein Martini und ich lieg unterm Gastgeber" (Residenz) erzählt uns was sie an Dorothy Parker so fasziniert.
In den Roaring Twenties war sie die Königin von New York. Ihre scharfe Zunge und ihr beißender Witz wurden Legende. Sie stritt mit Ernest Hemingway, schlief mit F. Scott Fitzgerald und soff mit Truman Capote. Dorothy Parker schrieb für Vogue, Vanity Fair und den New Yorker und gehörte zur legendären Tafelrunde des Hotels Algonquin, wo sich die kulturelle Szene der Stadt traf. Ihre sarkastischen Verse und pointierten Kurzgeschichten erzählen von zerplatzten Träumen und dem Warten auf das Klingeln des Telefons. Sie machte als Drehbuchautorin in Hollywood Karriere und landete wegen ihres Engagements gegen Rassismus und Faschismus auf der Schwarzen Liste von Senator McCarthy. Michaela Karl legt nun die erste deutschsprachige Biografie vor. Sie porträtiert das unkonventionelle Leben der Dorothy Parker, und entdeckt hinter der zynischen Fassade eine sensible Frau auf der Suche nach dem großen Glück.



                                                 

                                                   ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))

                                                     DIY jeweled black headband
                                                   ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))




Via A Pair & a Spare
via APair & a Spare




                                                      ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))

                                                        Wir reichen heute Dry Martini
                                                      ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))

via

Zur Frage, wie viele Martini-Cocktails man während einer Feier trinken sollte, wird oft das Zitat von Dorothy Parker aus den 1920er Jahren herangezogen:

„I like to have a martini,

two at the very most.
After three I’m under the table,
after four I’m under my host!“

 

Cin Cin & bis bald im Belletri-stick Salon...



 

Mittwoch, 25. Januar 2012

An den Litfaßsäulen: Für immer jung

Jep *~* auf jeden Fall ein Für-immer-gute-Laune-Foto!

"50 Jahre Deutscher Jugendfotopreis – das ist dem Deutschen Historischen Museum in Berlin Anlass für eine umfassende Retrospektive mit 600 Exponaten:

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Deutschen Jugendfotopreises zeigt das Deutsche Historische Museum in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland die Ausstellung
Für immer jung - 50 Jahre Deutscher Jugendfotopreis; kuratiert wurde sie von Dr. Christin Pschichholz und Dr. Dieter Vorsteher-Seiler.

Der Wettbewerb wird seit 1961 vom Bundesjugend-ministerium gestiftet; seit 1979 obliegt die Organisation dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF). Seit den Anfangsjahren wurden die prämierten Arbeiten archiviert, der gesammelte Bestand des Deutschen Jugendfotopreises befindet sich seit 2009 als Dauerleihgabe im Deutschen Historischen Museum.

Diese Sammlung umfasst ca. 10.000 Fotografien von etwa 2500 verschiedenen Preisträgerinnen und Preisträgern. 600 davon sind jetzt in Berlin zu sehen: Zeitströmungen, Moden, Lebenshaltungen, öffentliche und private Erinnerungen ..."

via


Jochen Manz, ohne Titel, 1988

Mehr Bilder hier

Sonntag, 22. Januar 2012

I ♥ Alt-Wiener-Topfentorte aus dem Berliner Exil

♫ Oh, köstliche Süße
wie schmeckst du nach mehr,
mir ist ja,
als wenn ich im Himmel schon wär!
nach Hänsel & Gretel, E. Humperdinck


Dies wunderbare Rezept kommt ganz ohne Mehl daher und ist mit Mandeln & Rum der reinste Soulcake an einem tristen Januarsonntag in Berlin.
Und natürlich erinnert Sarah Wiener damit an das legendäre Exil in Berlin.



Zutaten

4 Eier
120 g weiche Butter
120 g Zucker
120 g gemahlene Mandeln (oder Haselnüsse)
120 g Topfen (Quark; 20 % Fett)
abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
1 Päckchen Vanillezucker
4 cl Rum (hier: 2 cl Strohrum)
Salz
außerdem
Butter für die Form
Staubzucker zum Bestäuben

1. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Eine Springform von 24 cm Durchmesser mit Backpapier bespannen, den Rand buttern.
2. Die Eier trennen. Die Eidotter mit Butter und Zucker schaumig rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mandeln, Topfen, Zitronenschale, Vanillezucker und Rum unterrühren. Die Eiklar mit einer Prise Salz steif schlagen und unterheben.
3. Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Im heißen Ofen etwa 40 Minuten backen. Während der letzten 10 Minuten Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Torte nicht zu dunkel wird. Herausnehmen, in der Form kurz abkühlen lassen. Aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.





Lasst es Euch schmecken!

Frage an meine LeserInnen: Welchen Rum würdet Ihr nehmen, wenn keine Marke angegeben ist?


Rezept aus:

Herdhelden: Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch, Sarah Wiener
siehe Valentinas Kochbuch

via Lingonsmak


 

Freitag, 20. Januar 2012

Heute im Salon: Schmidt liest Proust, Matrosenpullover & Madeleines

Kurzbeschreibung:

Im Juli 2006 begann Jochen Schmidt, täglich 20 Seiten "Auf derSuche nach der verlorenen Zeit" von Marcel Proust zu lesen undseine Gedanken zum Buch und seine Erlebnisse während der Lektüre im Internet in einem Blog zu veröffentlichen. Der Reizbestand in der Gegenüberstellung der Welt eines heutigen Lesers und der Welt Marcel Prousts. Dieses einzigartige literarische Projekt entwickelte sich also zweigleisig: Aufzeichnungen zu Schmidts Leben während der Lektüre Reisen, Arbeit, Alltag spiegeln sich in den Aufzeichnungenzum Gelesenen, das klug nacherzählt, zitiert und kommentiertwird. Der tagebuchartige Teil der täglichen Notizen widmet sich den alltäglichen Erfahrungen des empfindsamen Schriftstellers, deren Wahrnehmung aber mit der Zeit durch die Proust-Lektüre beeinflusst wird. Es geht u.a. um Ost und West, den Stasibericht über seine Mutter (Schaffung einer Übersicht zur Person), um kaputte Haushaltsgeräte, widerspenstige Computer, mögliche Gekränktheiten im Umgang mit anderen Menschen (taz). Zudem kam es zu einer unglücklichen und mitbeträchtlichen seelischen Schmerzen verbundenen Liebeserkrankung, deren Heftigkeit durch die Lektüre Prousts wohlnoch befördert wurde. Schmidt liest Proust wendet sich sowohl an Fans von Jochen Schmidt und dessen feinem Humor, als auch an Proust-Enthusiasten und Proust-Neugierige, die die Suche durch die Brille eines heutigen Lesers entdecken möchten. Schmidt liest Proust kann im besten Falle dazu verführen, das Abenteuer einer Proust-Lektüre zu wagen und gleichzeitig Trost spenden, wenn es zu Nebenwirkungen kommt.

Michael Maar ist von Jochen Schmidts Buch, in dem er über ein halbes Jahr lang seine tägliche Proust-Lektüre dokumentiert hat, absolut hingerissen, und er schwärmt, es sei das "originellste" Proust-Buch seit Alain de Bottons "How Proust can change your life". Der Autor, alleinerziehender Vater mit Hang zum Manischen, wie uns der Rezensent wissen lässt, hat seine Lese- und Lebenserfahrungen zunächst täglich in einem Blog dokumentiert und darin viel von seinem persönlichen Alltag einfließen lassen, erklärt der Rezensent. Maar findet sogar gewisse Gemeinsamkeiten zwischen Proust und Schmidt - "Selbstbezogenheit", Gedächtnisschärfe und Humor -  und er ist ihm mit höchstem "Vergnügen" durch alle sieben Bände der "Suche nach der verlorenen Zeit" gefolgt, wie er versichert. Dass Schmidt in der DDR aufgewachsen ist, erhöht in den Augen des Rezensenten den Reiz dieser persönlichen Lektüre, denn damit ergibt sich ein äußerst frischer, neuer Blick auf die Proust'sche Welt, der keine Scheu hat, seine fehlenden Kenntnisse dieser bürgerlichen Welt vorzuzeigen, so Maar, der von diesem Buch einfach begeistert ist. via Perlentaucher
Lesen Sie hier den Originalartikel



((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))
  Matrosenpullover
((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))


 
Penelope ist auf dem besten Strick-Weg...









...zu diesem Matrosenpullover

 mehr dazu, wenn er fertig ist *~*



                                                   ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))
                                                     Wir reichen heute Madeleines
                                                   ((_,»*¯**¯*«,_)) ((_,»*¯**¯*«,_))






Guten Appetit & bis bald im Belletri-stick Salon...