Montag, 16. September 2013

Ein Ende zu Beginn...

"Es gibt keinen großen kosmischen Sinn,
der jeden von uns betrifft.
Es gibt nur den Sinn,
den jeder von uns selbst seinem Leben verleiht,
ein individueller Sinn
und ein individueller Plot,
wie ein persönlicher Roman:
Ein eigenes Buch für jeden Menschen."

Anais Nin (S. 205), Antoine de Saint-Exupéry (S.
195): In: Richard Kinnier u. a.: »Die Frage nach dem Sinn des Lebens
« und 199 Antworten. München 2006 (Knesebeck-Verlag)
 
 ... mit einem Potpourri einzelner Fäden aus dem farbenfrohen Teppich Penelopes...






 Als ich der Mutter meinen Kummer klagte,
Ich höre noch, was sie dem Kinde sagte
Mit einem Lächeln, wie ich’s nie gesehn –
„Sei still, es wird vorübergehn.“

So hielt ich still. Und manches ging vorüber.
Denn alles geht vorüber mit der Zeit:
Das große Glück. Das Frösteln und das Fieber.
Selbst ein Novembertag, ein noch so trüber.
Beständig bleibt nur: Unbeständigkeit.
... 




...
Als dann der große Zweifel an mir nagte,
- Ich wußte schon, daß man es keinem klagte
Und daß sogar die Freunde mißverstehn –
So oft ich damals an mir selbst verzagte,
War es die leise Stimme, die mir sagte:
Sei still, es wird vorübergehn.

Was ist nicht alles schon dahingegangen
Wie Schneegestöber und wie Windeswehn ...
Und dennoch hab ich jetzt erst angefangen,
Den Dingen langsam auf den Grund zu sehn.
Wer nichts begehrt, der ist nicht zu berauben,
Gespenster sind nur dort, wo wir sie glauben.
Ich habe lange, lange nicht geklagt.
Nichts tut das Leid dem, der „es tut nichts“ sagt.
Sei, der du bist. Mag kommen, was da will.
Es geht an dir vorüber, bist du still.

Mascha Kaleko



























Man braucht nur eine Insel
Allein im weiten Meer.

Man braucht nur einen Menschen,
den aber braucht man sehr.


Mascha Kaleko











Sonntag, 16. September 2012

                                                              Deine Nina

Mittwoch, 15. August 2012

Julia Child wird heute 100


Julia Child fünf Jahre vor ihrem Tod umgeben von Köchen in Toronto.






Institution der amerikanischen Kochkultur.

Vor 100 Jahren wurde die amerikanische Köchin Julia Child geboren

 







Von Beatrix Novy  (Deutschlandfunk)

Französische Menüs statt Dosenkost: Julia Childs nahm mit ihrem Kochbuch "Mastering the Art of French Cooking" den amerikanischen Hausfrauen die Angst vor Herausforderungen in der Küche.
1961: Ganz Amerika ernährt sich nach den Rezepten landläufiger Kochbücher; sie heißen "Die 10-Minuten-Mahlzeit" oder "Das Dosenöffner-Kochbuch". Dann reißt der Himmel auf: Ein neues, ganz anderes Kochbuch kommt auf den Markt: "Mastering the Art of French Cooking" - "Die Kunst der französischen Küche meistern", von Julia Child. Sofort stürmen die Leute die Buchläden; Amerikas Hausfrauen verlieren ihre Scheu vor frischem Gemüse, Schalentieren, mehrgängigen Menüs, eine bisher ungekannte Esskultur hält Einzug.

Ganz so war es dann doch nicht. Aber um populäre Personen dichten sich die Mythen von selbst. Auch um Julia Child, der bei ihrer Geburt am 15. August 1912 im kalifornischen Pasadena keiner vorausgesagt hätte, dass sie ausgerechnet als berühmteste Kochbuchautorin und Fernsehköchin der USA in die Geschichte eingehen würde.

"Sie kam in einer Familie zur Welt, in der das Wort "Dinner" durchgegartes Lamm in Minzsauce mit Kartoffeln bedeutete."

schrieb der BBC-Journalist Leonard Miall, der einige Anekdoten aus seiner langen Freundschaft mit Julia Child zu erzählen wußte. Zum Beispiel über ein Dessert, für das sie eigentlich keine Zeit mehr gehabt hatte.

"Es entpuppte sich als Vanille-Eis aus dem örtlichen Supermarkt, mit etwas Bourbon begossen und bestreut mit Instant-Kaffee. Es war köstlich. Ich kann es sogar selbst zubereiten."

Genau so stellt man sich Julia Child vor: bodenständig und pragmatisch. Ätherische Anwandlungen verboten sich bei ihrer stämmigen Statur und ihren 1,88 Metern Größe von allein. Sogar fürs Militär war sie zu hochgewachsen, wie sie 1942 erfahren musste, als sie sich für das Vaterland nützlich machen wollte. Sie wurde schließlich als Sekretärin im Geheimdienst eingesetzt, wo sie einen Landkartenzeichner kennenlernte und heiratete: den Künstler und Kosmopoliten Paul Child. Mit ihm betrat sie, inzwischen 34 Jahre alt, die Welt der Esskultur. Er führte sie in jenes Pariser Restaurant, das ihr ein Erweckungserlebnis bescherte: Austern à la Portugaises, Sole meunières in normannischer Butter, Crème fraiche.

"Ich war nicht einfach verliebt. Ich war für ungefähr fünf Jahre völlig hysterisch!"

So wurde - neben Paul Child - die französische Küche Julia Childs große Liebe: In zehn Jahren Arbeit entstand "Mastering the Art of French Cooking" - was die Vorkenntnisse der amerikanischen Hausfrau betraf, gab sich Julia Child keinen Illusionen hin. Das Buch wurde zu einem frühen Symbol der revolutionären 60er-Jahre:

"Die Pille war erfunden worden. Und das erste Julia Child-Kochbuch kam auf den Markt. Jetzt hatten alle Sex. Und wenn der Sex vorbei war, kochte man etwas."

schrieb die kürzlich verstorbene Regisseurin Nora Ephron, die in ihrem Film "Julie und Julia" der verehrten Küchenmeisterin ein Denkmal setzte. Seit 1963 war Julia Child in unzähligen Fernseh-Kochshows zur nationalen Institution geworden.

"Well that didn't go very well. See, when I flipped it I didn't have the courage to do it the way I should have. But you can always pick it up and if you're alone in the kitchen ..who's going to see?"

Ein Omelette, beim Wenden vor der Kamera auf den Boden gefallen und heiter wieder in die Pfanne gesammelt mit den Worten "Sieht doch keiner!" - solche spontanen Momente machten Julia Child unsterblich. Eine Mini-Oper wurde ihr gewidmet, das Museum Smithsonian in Washington nahm ihre Küche als amerikanisches Kulturerbe in die Sammlung auf.

"I'm very proud indeed that this wonderful institution, the Smithsonian, wants my kitchen and I am very happy to donate it to them."

Julia Child warb zeitlebens für die Lust am Essen und für alles, was ihm Geschmack verleiht - unter anderem der großzügiger Gebrauch von Butter und Sahne. Wie sie mit den geschmackshomogenisierten Produkten der US-Nahrungsindustrie französisch kochen konnte, bleibt rätselhaft. Ob sie den Zusammenhang zwischen Null-Kalorien-Produkten und verbreiteter Fettleibigkeit, zwischen Diätterror und Riesenpizzen durchschaute oder nicht - ein entspanntes Verhältnis zum Essen hat sie die Mehrheit ihrer Landsleute nicht lehren können. Am 13. August 2004 starb Julia Child, fast 92-jährig. Den Aufschwung einer neuen, von Einwanderertraditionen geprägten amerikanischen Küche durfte sie noch erleben: als sie, schon über 80, zusammen mit jungen Köchen im Fernsehen auftrat.

"Bon appétit! This is Julia Child!"

Google-Doodle
 





Freitag, 6. Juli 2012

Küssen!


Heute am 6.Juli ist der Welttag des Kusses


Dieser Kuss eines Paares vor dem Pariser Rathaus ging um die Welt
fotografiert von Robert Doisneau, 1950








Dienstag, 3. Juli 2012

100 beste Plakate






Zum 11. Mal wurde der Wettbewerb “Die 100 besten Plakate” 2011 ausgeschrieben. Die Ergebnisse der Preisverleihung sind noch bis zum 29. Juli im Foyer des Kulturforums am Potsdamer Platz zu sehen.
Die prämierten Einsendungen stammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und geben einen eindrucksvollen Überblick über das zeitgenössische Design im Bereich Plakat. Über 1800 Exponate von Grafik-Designern, Studierende künstlerischer Hoch- und Fachhochschulen, Agenturen und Büros waren eingesandt worden, 500 schafften es in die Vorauswahl. Unter den Gewinnern sind 53 Plakate aus Deutschland, 45 aus der Schweiz und zwei aus Österreich.
Die Ausstellung wird in diesem Jahr von von einem Team der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart organisiert und wird im Anschluss an die erste Station in Berlin in Nürnberg, Essen, Luzern, Dornbirn und Wien zu sehen sein.
100 beste Plakate” ist bis zum 29. Juli im Foyer des Kulturforums Berlin zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und Samstag/Sonntag von 11 bis 18 Uhr.



Freitag, 29. Juni 2012